INB Vision ist Ihr zuverlässiger Partner für Mess- und Inspektionssysteme, die gleichermaßen beim Fahrzeughersteller und in Zulieferbetrieben zum Einsatz kommen. Die Messsysteme ermöglichen Prozessstabilität, Produktionssicherheit sowie Qualität. Durch das weltweite Netzwerk der Micro-Epsilon Gruppe ermöglicht INB Vision eine effiziente Projektabwicklung vor Ort.
Das Messsystem surfaceCONTROL Automotive wird für die Defekterkennung auf diffus reflektierenden Oberflächen eingesetzt. In Kombination mit Robotern besteht die Möglichkeit, mehrere surfaceCONTROL 3D 2500-Sensoren zur vollautomatischen Defekterkennung auf kompletten Rohkarosserien zu nutzen. Mittels eines lernenden Verfahrens (Digitaler Master) werden dabei lokale Formfehler wie z.B. Beulen, Dellen und Welligkeiten zuverlässig erkannt, während zulässige Abweichungen toleriert werden. Darüber hinaus stehen zur weiteren Datenanalyse die Werkzeuge Digitaler Abziehstein und Digitaler Lichttunnel zur Verfügung.
Das System umfasst Sensorik, Robotertechnik, Rechner, Software sowie Schnittstellen und wird kundenspezifisch konfiguriert. Sensoranzahl und Roboter lassen sich flexibel skalieren – ideal für unterschiedliche Taktzeiten und Durchsatzanforderungen.
surfaceCONTROL Automotive überzeugt mit einer hohen Erkennungsrate bei der Defekterkennung auf Roh-Karosserien in der Automobilindustrie. Das Inspektionssystem erreicht eine überragende Flächenabdeckung von ≥ 97%. Die Inspektion erfolgt dabei bis in den Randbereich. Selbst Designkanten und stark bombierte Bereiche, wie zum Beispiel Türgriffmulden, werden zuverlässig erfasst und bei der Defekterkennung berücksichtigt. Auch Defekte auf abgezogenen Bereichen der Roh-Karosserien können mit surfaceCONTROL Automotive festgestellt werden.
Durch die Generierung von echten 3D-Daten werden jedem Fehler detaillierte 3D-Merkmale wie Durchmesser, Fläche und Höhe zugewiesen. Toleranzen werden nach Kundenvorgaben parametriert und lassen sich schnell anpassen - ideal für den Rollout in mehrere Werke und Modellreihen.
Sämtliche Daten werden in einer XML-Datei gespeichert und an den Anwender übergeben. Dies ermöglicht eine nahtlose Integration der Ergebnisse in bestehende Qualitätssicherungssysteme.
Die exakte Erkennung von unterschiedlichsten Oberflächenformfehler ermöglicht optimierte Prozesse beim Nacharbeiten. Durch die extrem hohe Abdeckung sind zudem Direktläufer möglich, die nicht mehr manuell inspiziert werden müssen.
Dadurch tragen surfaceCONTROL Messsysteme zu einer deutlichen Effizienzsteigerung in der Automobilproduktion bei.
Das Messsystem verfügt über eine integrierte 6D-Offsetkorrektur, die Positions- oder Lageabweichungen der Karosserie automatisch kompensiert. Dadurch erfolgen die Messungen auch bei leichten Lageabweichungen schnell, präzise und mit hoher Wiederholgenauigkeit.
Dank der vollautomatischen Berechnung der Objektlage im Raum passt das System die Messpositionen entsprechend an und korrigiert auch Öffnungswinkel von Türen und Klappen.
Die roboterbasierte Inspektionslösung nutzt moderne Simulationsverfahren auf Basis des CAD-Modells der Roh-Karosserie. Bereits in der Planungsphase ermöglicht die virtuelle Abbildung des Sensors eine präzise Analyse von Sichtfeldern, Messabständen und potenziellen Abschattungen. Dadurch lassen sich optimale Sensorpositionen und Bewegungsabläufe definieren, ohne physische Prototypen einsetzen zu müssen.
Die Simulation bietet hohe Planungssicherheit: Kritische Oberflächenbereiche werden frühzeitig identifiziert, Prüfstrategien lassen sich realitätsnah testen und die Integration in bestehende Produktionslinien wird deutlich vereinfacht. Außerdem lässt sich das System schnell an neue Modelle und Varianten anpassen. Das Ergebnis sind effiziente, reproduzierbare Inspektionsprozesse bei minimalem Einrichtungsaufwand und hoher Messqualität.
In einem Beitrag des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) vom 10.06.2025 mit dem Titel “Autonome Produktion - Kollege Roboter im Einsatz” ist ein vollautomatisiertes Messsystem zur Defekterkennung auf kompletten Rohkarosserien im Einsatz zu sehen (ab Minute 01:01). Der Link im nachstehenden Bild führt direkt zum Beitrag in der ARD Mediathek.
Die Anforderungen an Anbau- und Interieurteile aus unterschiedlichen Materialien (Aluminium, Stahl, Kunststoff, Leder…) sind ebenso hoch, wie an die eigentliche Karosserie. Für die Defekterkennung an solchen Komponenten oder auch an einzelnen Karosseriebauteilen werden je nach Größe des zu inspizierenden Teils die Sensoren surfaceCONTROL 3D 2500 oder 3500 eingesetzt. Dies ermöglicht die objektive und reproduzierbare Erkennung und Klassifizierung von Defekten.
Eingesetzt werden die Systeme beispielsweise zur Inspektion von Tankklappen, Stoßfängern und weiteren Anbauteilen sowie zur Defekterkennung auf Cockpit-Elementen oder zur Inspektion von einzelnen Karosseriebauteilen im Presswerk und Karobau. Dabei können die Systeme inline, atline oder zur Stichprobenprüfung zum Einsatz kommen.